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Die komplexe Exponentialfunktion ez

 

Andreas Pester
Fachhochschule Techikum Kärnten, Villach
pester@cti.ac.at
 

Zusammenfassung: In diesem Abschnitt werden die wichtigsten arithmetischen und Abbildungseigenschaften der komplexen Exponentialfunktion behandelt. Er dient zur Ergänzung für Studenten nicht-mathematischer Fachrichtungen, die sich mit elementaren komplexen Funktionen beschäftigen.

Stichworte: Defintion | Arithmetische Eigenschaften | Periodizität | Abbildungseigenschaften | Formel 1 | Formel 2 | Abbildung 1 | Abbildung 2

 
 
Definition


Die Definition der komplexen Exponentialfunktion ez ist eine Erweiterung der Defintion der Exponentialfunktion für reelle Argumente.

(1)

Daraus ergeben sich die Bestimmungen für Real-, Imginärteil, Betrag und Argument

Re ez = excosy, Im ez = exsiny , |ez| = ex und Arg ez = y.
 

Arithmetische Eigenschaften


Die wichtigsten Eigenschaften für Exponentialfunktionen gelten auch im Komplexen, wie z.B.:

Eine Eigenschaft ist besonders wichtig, da sie die komplexe von der reellen Exponentialfunktion unterscheidet - die Periodizität.
 

Die Periodizität der Funktion f(z) = ez


Für die komplexe Exponentialfunktion gilt folgende Eigenschaft:

(2)

Dies ergibt sich aus folgendem Zusammenhang:

 

Die Periode der komplexen Exponentialfunktion beträgt 2pi. Diese Eigenschaft gibt es im Reellen nicht.
 

Eigenschaften der Abbildung w = ez


Die Abbildung w = ez hat folgende Eigenschaften:

 Die Gerade  x = x0    wird auf den Kreis um 0 mit dem Radius r = ex0 abgebildet
 Die Gerade  y = y0    wird auf den Strahl Arg w = y0 abgebildet
 Der Streifen  y0 < y < y0+2p    wird umkehrbar eindeutig auf C\{0} abgebildet

Geometrisch kann man diese Abbildungseigenschaften wiefolgt veranschaulichen:

Diese Abbildungseigenschaften sind für die Funktion w = ez keineswegs symmetrisch, denn Kreise in der z-Ebene werden keinesfalls in Geraden in der w-Ebene transformiert (wie im Fall der Inversion), wie man aus der nächsten Abb. sieht.


 

Beachten Sie:


Aus der 2pi-Periodizität von w = ez folgt, dass jeder Streifen der z-Ebene S = {x+iy; xÎÂ, y0 < y < y0 +2pi} umkehrbar eindeutig auf die gesamte z-Ebene ohne den Nullpunkt abgebildet werden kann. Der Streifen F := {zÎC, -p < Im z £ p} heißt Fundamentalstreifen. Überlegen Sie, welche Bereiche des Fundamentalstreifens aus der z-Ebene durch w = ez wohin in die w-Ebene abgebildet werden.
 

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